Pilotrohrvortrieb

Pilotrohrvortrieb nach DWA-A 125 (6.1.3.2.2 und 6.1.3.2.3)

  1. Das Verfahren verdankt seinen Namen einem Pilotrohr, das von der Startbaugrube voran gepresst wird. Von dort aus wird es auch gesteuert. Beim Verdrängen des Bodens wird die Lage und Position der Pilotrohrspitze permanent durch das hohle Rohrgestänge kontrolliert und ggf. korrigiert.

Abbildung 1

 

  1. Nach Erreichen des Zielschachtes wird die Aufweitungsstufe an den Rohrstrang angekoppelt. Sie folgt exakt dem vorgetriebenen Pilotrohr.

Abbildung 2

 

  1. Danach wird das Produktrohr vorgetrieben. Das anstehende Erdreich wird entsprechend dem Außendurchmesser des einzubauenden Produktrohres abgefördert. Alle für den Vortrieb vorgesehenen Rohrmaterialien können eingesetzt werden. Nachdem das Pilotrohrgestänge den Zielschacht erreicht hat, wird die Aufweitungsstufe montiert. Sie folgt der vorgegebenen Trasse und gleicht dabei die durch Steuerbewegungen entstandenen etwaigen Unebenheiten aus. Die innenliegende Förderschnecke transportiert das Bohrgut zum Startschacht. Danach wird das Bohrgut zur Oberfläche gefördert. Abschließend wird das Förderohr durch das Produktrohr ersetzt. Kontinuierlich zum Vortrieb wird das Stahlförderrohr in der Zielbaugrube demontiert.

Abbildung 3

 

Das System ist optimal für den haltungsweisen Einbau kleinerer Nennweiten zwischen DN 150 bis DN 400 und den dazugehörigen Hausanschlussleistungen geeignet. Der Einsatz im Grundwasser ist bis 2 m über Rohrscheitel möglich. Vereinzelte im Baugrund eingelagerte Steine können verdrängt bzw. abgefördert werden.